Deutscher Pokalmeister Herren B: SV DJK Eggolsheim

Nach 4 Tagen voller Tischtennis Action, Emotionen und Sonnenschein gingen die Deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen in Dinklage am Sonntag zu Ende.
Das Ziel hieß Halbfinale und danach ist alles offen. Doch der Weg ins Halbfinale und anschließend ins Finale war keineswegs so einfach, wie die Ergebnisse vielleicht vermuten lassen.

Gruppenphase

Im ersten Gruppenspiel ging es gegen den TTC Ilsenburg. Die Eggolsheimer gingen als klarer Favorit ins Spiel, da bis auf die Nummer 1 von Ilsenburg keiner ihren TTR Wert ran kam.
So verlief das Spiel auch eher unspektakulär. Tomas Flicek zeigte direkt eindrucksvoll seine Klasse und auch Marcel Herbert fand gut ins Turnier und lies den 1er von Ilsenburg keine Chance. Ales Brandtl holte anschließend den 3. Punkt ungefährdet und Flicek/Herbert konnten im Doppel ihre weiße Weste der Runde (14:0) verteidigen.

Das zweite Spiel gegen den OTG 1902 Gera versprach spannender zu werden. Gera um ihren Spitzenspieler Martin Ewert (TTR: ~2000) trat in bester Besetzung an und wollte nach ihrer Auftaktniederlage gegen den TB Beinstein sich die Chance aufs Weiterkommen wahren. Im ersten Spiel traf Tomas Flicek auf Rene Riedel, den nominell schwächsten von Geras Spielern, und lies diesem auch nicht die geringste Chance ins Spiel zu kommen. Anschließend traf Marcel Herbert auf Martin Ewert. Das Spiel bot den Zuschauern sehenswerte Ballwechsel und vor allem in den letzten zwei Sätzen eine gehörige Portion Spannung. Letztendlich setzte sich Ewert jedoch mit 3:1  durch und glich für Gera aus. Im dritten Spiel lieferten sich Ales Brandtl und Jörg Senf (TTR: ~ 1900) einen Kampf über die volle Distanz. Im letzten Satz konnte Brandtl jedoch die richtigen Antworten finden und diesen deutlich für sich entscheiden (Sätze: 9:11, 12:10, 11:7, 8:11, 11:3). Wer jetzt dachte man kann durch atmen hat sich jedoch getäuscht. Auch das Doppel Flicek/Herbert gegen Ewert/Senf ging über die volle Distanz und war nichts für schwache Nerven. Das Eggolsheimer Duo schaffte es zwar sich knapp 2:0 abzusetzen, jedoch gingen die folgenden zwei Sätze an Gera. So kam es zu einem 5. Satz der hauchdünn mit 11:9 für die Eggolsheimer entschieden werden konnte(11:6, 12:10, 4:11, 8:11, 11:9). Anschließend kam es zum Spitzenspiel zwischen Martin Ewert und Tomas Flicek. Ewert konnte den 1. direkt deutlich für sich entscheiden, aber Flicek war im 2. Satz von Anfang an zur Stelle und glich aus. Die folgenden zwei Sätze waren immer ausgeglichen, aber beide male hatte Flicek am Ende die Nase vorne(5:11, 11:4, 12:10, 11:9) und holte den 4. Punkt zum Sieg von Eggolsheim.

Am Abend des zweiten Tages folgte das Spiel der Gruppenspitze gegen den TB Beinstein. Beinstein trat mit den Bebion Brüdern an, jedoch setzten sie ihren Abwehrspieler nur im Doppel ein. Flicek lies auch diesmal im ersten Spiel nichts anbrennen und holte sich souverän den Sieg nach 3 Sätzen. Das zweite Einzel zwischen Brandtl und Marco Bebion versprach aber ein Nervenkrimi zu werden. Schaffte es Brandtl noch durch intelligentes Blockspiel Marco Bebion in den ersten beiden Sätze aus der Balance zu bringen, stellte dieser sein Spiel um und die Partie war ausgeglichener. In den folgenden zwei Sätzen konnte Bebion knapp die Oberhand behalten, doch im entscheidenden 5. Satz hatte Ales Brandtl die besseren Nerven und konnte sich hauchdünn den Sieg schnappen(11:5, 11:8, 10:12, 9:11, 13:11). Auch Marcel Herbert nutzte das volle Bebion-Erlebnis aus holte sich erst im 5. Satz das Spiel gegen den stark aufspielenden Daniel Bebion(3:11, 11:3, 7:11, 11:6, 11:8). Den Abschluss des 2. Tages machten Herbert und Flicek im Doppel, bei dem sie nichts anbrennen liesen. Durch diesen Sieg stand man als Gruppenerster fest und es war Zeit für Regeneration im Biergarten bei einem alkoholfreien Weizen und Schnitzel.

Der dritte Tag begann mit dem letzten Gruppenspiel gegen den SV Werder Bremen. Für beide Mannschaften war das Spiel bedeutungslos, da Bremen ausgeschieden und Eggolsheim auf Platz 1 sicher war. So ging es nur um ein Aufwärmen für Eggolsheim und einen schönen Abschluss für Bremen. Das bemerkte man auch in den Spielen, die unter hoher Temperatur in Halle 2 stattfanden. Es kam öfter zu Unkonzentriertheiten und es fehlte ab und zu die nötige Spannung. Nichts desto trotz gab es schöne Spiele. Bis auf das Doppel konnten sich die Eggolsheimer immer relativ deutlich durchsetzen und holten ein schnelles 4:1 für eine längere Mittagspause vor dem Viertelfinale.

Viertelfinale

Am späten Nachmittag folgte das Viertelfinale gegen den SC BW Ottmarsbocholt aus Nordrhein-Westfalen. Den Anfang machte wieder Tomas Flicek der Marko Gunia, in gewohnt souveräner Manier, 3:0 vom Tisch schickte. Anschließend kam es zum Duell der Nummer 1 aus Ottmarsbocholt, Carsten Fengler, und Marcel Herbert. Das Spiel war über weite Strecken sehr ausgeglichen und nach 1:1 in Sätzen hatte Marcel Herbert im 3. Satz knapp die Nase vorne (12:10) und auch im 4. Satz war das Quentchen Glück auf seiner Seite um den 3:1 Sieg zu holen. Auch das Spiel zwischen Ales Brandtl und Dirk Buschkamp nahm einen ähnlichen Verlauf an. Nach einem umkämpften 1:1 setzte sich Brandtl zweimal knapp durch und konnte den wichtigen 3. Punkt holen. Im Doppel merkte man Flicek und Herbert anfangs noch etwas Unsicherheit aufgrund der Niederlage am Vormittag an. So konnte man zwar den ersten Satz noch knapp behaupten (12:10) musste sich aber im zweiten geschlagen geben (9:11). Die beiden fanden jedoch wieder in ihren Rhythmus und sicherten sich sowohl Satz 3 als auch Satz 4 und machten den Halbfinaleinzug perfekt.

Halbfinale

Der letzte Tag, 9:00 morgens. Es steht das Halbfinale gegen den SV Windhagen an. Die Jungs haben sich alle gut warm gespielt und waren heiß darauf sich einen Platz im Finale zu sichern, in dem man auf den Sieger zwischen TB Beinstein und TTC Hausen treffen würde. Das erste Einzel hieß Tomas Flicek gegen Henry Rapp. Das Spiel vor Fans lies Flicek nochmal ein Stück besser spielen und so sah Rapp bei einem schnellen 3:0 kaum Land (11:2, 11:5, 11:4). Gestärkt durch das 1:0 im Rücken ging Marcel Herbert gegen Daniel Wichmann an den Tisch. Im Duell der beiden Linkshänder blühte auch Herbert zur Topform auf und konnte sich ebenfalls 3:0 durchsetzen (11:5, 11:9, 11:8). Im dritten Einzel traf Ales Brandtl auf Kevin Braatz. Braatz war von Anfang an da und fand direkt gut ins Spiel. Durch viel Überblick und gute Abschlüsse konnte er sich den ersten Satz sichern (8:11). Brandtl stand nun unter Zugzwang und man merkte ihm den Druck an. Braatz spielte weiterhin befreit und clever auf und baute seine Führung aus (4:11). Im dritten Satz fand Brandtl besser ins Spiel und konnte sich in einer knappen Kiste behaupten (13:11). Braatz konnte jedoch auch im 4. Satz die richtige Antwort auf das Spiel von Brandtl finden und sicherte sich den 4. Satz souverän (3:11). Mit einem 2:1 im Rücken gingen die Eggolsheimer jetzt ins Doppel und Flicek/Herbert zeigten auch hier die bestechende Form der Einzel. Mit teilweise unglaublichen Ballwechseln holten sie einen 3:0 Sieg und der Finaleinzug war zum Greifen nah. Im anschließenden Einzel zwischen Flicek und Wichmann wurde es aber noch einmal spannend. Beide fanden direkt ins Spiel und es zeichnete sich ein sehr ausgeglichener Kampf an. Wichmann konnte den 1.  und 3. Satz hauchdünn für sich entscheiden (10:12, 11:13), jedoch glich Flicek beide male direkt aus (11:7, 11:8). Im 5. Satz war es sehr ausgeglichen bis  Wichmann mit einer 5:3 Führung in den Seitenwechsel ging. Flicek zeigte sich davon aber unbeeindruckt und schlug ein Ass zum 4:5. Das Spiel sollte auch weiterhin ausgeglichen bleiben bis zum 8:8. Flicek schaffte es bei eigenem Aufschlag sich zwei Matchballe herauszuspielen. Den ersten konnte Wichmann noch abwehren, aber den zweiten verwertete Flicek. Damit hieß es Finale und man wartete gespannt, wer aus dem Duell zwischen Beinstein und Hausen als Sieger hervorgeht.

Finale

Das Finale gegen den TTC Hausen aus Hessen in Worten zu beschreiben ist sehr schwer. Ich empfehle deswegen die Videos anzuschauen und sich selbst ein Bild von der Spannung und Stimmung zu machen.

Da den Akkus der Kamera das Spiel jedoch beim 3:3 zu spannend wurde müssen wohl doch ein paar Worte dazu gesagt werden. Wer bis zum letzten Einzel zwischen Marcel Herbert und Tobias Wagner nicht am schwitzen war, er würde es jetzt tun. Das letzte Einzel hatte alles, was man sich vom letzten Einzel eines Endspiels erwartet. Fünf Sätze, die oft knapp waren. Emotionen auf beiden Seiten. Fans auf der Tribüne die bei jedem Punkt mitgingen und die eine wahnsinnige Stimmung machten. Direkt im ersten Satz war es sehr ausgeglichen und Tobias Wagner konnte sich erst am Ende knapp mit 9:11 durchsetzen. Marcel Herbert drehte im zweiten Satz aber auf und holte diesen zum Ausgleich mit 11:6. Der folgende dritte Satz war wieder so ausgeglichen wie der erste und hatte am Ende auch das bessere Ergebnis für Wagner mit 10:12. Angefeuert von den Mannschaftskameraden und den Zuschauern schaltete Herbert nochmal einen Gang höher und pushte sich selbst zum 11:8 und dem abermaligen Ausgleich. Der fünfte Satz wurde dann zur Herbert Show. Wagner wurde von Herbert praktisch überrollt und Herbert konnte sich den Satz und Sieg mit einem 11:6 holen.

Damit holte sich Eggolsheim den Pokal der Leistungsklasse B.

Die Pokalsieger. h.l. Florian Rudrich, Nico Derra, Ales Brandtl v.l. Tomas Flicek, Marcel Herbert

Die Pokalsieger.
h.l. Florian Rudrich, Nico Derra, Ales Brandtl
v.l. Tomas Flicek, Marcel Herbert

 

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